Sprungmarken zu den wichtigsten Seitenabschnitten


Suche Hauptnavigation A-Z Übersicht Hauptinhalt Servicelinks

Internetpräsentation IHK Saarland - Partner der Wirtschaft


Aktuelles

Kennzahl: 17.16164

Saar-Arbeitsmarkt: Noch keine Auswirkungen des Ukraine-Krieges spürbar

03.05.2022

Auch im April ist die Arbeitslosigkeit an der Saar wie auch im Bund weiter gesunken. Aktuell sind hierzulande 31.818 Menschen arbeitslos. Das sind 572 Arbeitslose weniger als im März und erfreuliche 6.198 weniger als noch im April 2021. Die Zahl der Arbeitslosen liegt damit am aktuellen Rand deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und auch das Vor-Corona-Niveau vom April 2019 mit damals 31.738 Arbeitslosen wurde nahezu wieder erreicht. Die Arbeitslosenquote sank im April an der Saar auf sechs Prozent (April 2021: 7,1 Prozent) und im Bund auf fünf Prozent (April 2021: sechs Prozent).

Im Ranking der Bundesländer zeigt sich aber nach wie vor die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Unverändert weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 2,9 Prozent beweist, wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 9,9 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung diesmal gleichgerichtet. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 4,1 auf 3,9 Prozent und im Bund von 4,1 auf vier Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen verringerte sich im Saarland von 6,3 auf 6,2 Prozent. Im Bund von 5,8 auf 5,6 Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit hatte diesmal das Saarland die Nase vorn. Hierzulande sank die Quote von 17,2 auf 16,8 Prozent und im Bund von 12,2 auf 12,0 Prozent. Das Gesamtbild veränderte sich damit nicht wesentlich. Bis auf den Bereich der Jugendarbeitslosigkeit hinkt das Saarland dem Bund in den anderen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes weiterhin mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an der Saar ist im Februar 2022 (neuere Daten liegen noch nicht vor) leicht gestiegen (+300). Das entspricht dem üblichen jahreszeitlichen Verlauf. Im Vergleich zum Februar 2021 hält der Erholungskurs der Beschäftigung mit einem Plus von 6.032 Stellen weiterhin an. Dank dieser positiven Entwicklung liegt das aktuelle Beschäftigungsniveau mit 392.400 Stellen inzwischen wieder über dem Vor-Corona-Niveau (Februar 2020: 391.845). Allerdings verläuft der Beschäftigungsaufbau aufs Jahr gesehen im Bund (+2,1 Prozent) und in den meisten anderen Bundesländern nach wie vor erheblich besser. Denn an der Saar beträgt der Zuwachs nur 1,6 Prozent und deshalb belegt das Saarland im Bundesländervergleich auch weiterhin nur den viertletzten Platz. Schlechter verläuft die Entwicklung nur noch in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und in Sachsen-Anhalt.

„Der fortgesetzte Rückgang der Arbeitslosigkeit im April ist vor dem Hintergrund steigender Geschäftsrisiken ein sehr erfreuliches Signal. Es zeugt in erster Linie von der nach wie vor hohen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in fast allen Branchen. Positiv ist zudem, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf den Saar-Arbeitsmarkt spürbar sind. Dennoch muss angesichts des beträchtlichen Kostenschubs infolge der Preissprünge für Energie, Rohstoffe und Logistik damit gerechnet werden, dass der Beschäftigungsaufbau im Jahresverlauf gedämpft wird. Deshalb bleibt die Politik gefordert, die Unternehmen rasch, spürbar und zielgerichtet mit weiteren Entlastungsmaßnahmen zu unterstützen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (3. Mai) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.



Arbeitsmarkt März/2021_1 (jpg)

Arbeitsmarkt März 2021/2

Arbeitsmarkt März2021/3 (png)

Arbeitsmarkt März2021/4 (png)

Arbeitsmarkt März2021/5 (png)

Arbeitsmarkt März 2021/6 (png)