Offizielle Internetpräsentation der IHK Saarland



 Motiv: © drubig-photo - Fotolia.com

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Kennzahl: 17.13363
29.09.2017

Herbstaufschwung beflügelt Arbeitsmarkt


Die Arbeitslosigkeit ist im September kräftig gesunken. Aktuell sind im Saarland knapp 33.900 Menschen arbeitslos. Das sind gut 1.600 Arbeitslose weniger als im August und sogar gut 2.600 weniger als noch vor Jahresfrist. Bis ins Jahr 2012 muss man in der Statistik zurückgehen, um einen September mit vergleichbar niedrigen Arbeitslosenzahlen zu finden. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt an der Saar jetzt bei 6,5 Prozent. Im Bund sank sie auf 5,5 Prozent. Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland zusammen mit Brandenburg weiter auf dem neunten Rang.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist das Saarland trotz einer insgesamt erfreulichen Entwicklung wieder hinter den Bund zurückgefallen, der sich in diesem Alterssegment zuletzt deutlich dynamischer entwickelt hat. Im September sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen an der Saar von 5,9 auf 5,5 Prozent. Im Bund von 6.0 auf 5,3 Prozent. Bei den älteren Arbeitslosen verlief die Entwicklung deutlich gedämpfter. Im Saarland liegt die Quote 55 bis unter 65-Jährigen jetzt bei 6,1 Prozent, nach 6,2 im August. Im Bund beträgt die Quote aktuell 5,9 Prozent, im August lag sie bei sechs Prozent.

Im Juli (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung an der Saar im Vergleich zum Vormonat wieder leicht gestiegen (+0,1 Prozent). Im Bund hingegen sank sie diesmal um 0,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich – also gegenüber Juli 2016 - steht der Bund aber weiterhin besser da. Mit einem Plus von 2,8 Prozent verzeichnet er nach wie vor einen deutlich kräftigeren Beschäftigungszuwachs als das Saarland, das auf +2,0 Prozent kommt. Schlusslicht im Ländervergleich bleibt Thüringen mit +1,2 Prozent. An der Saar waren im Juli mit 384.400 Beschäftigten 7.500 Menschen mehr in Arbeit als noch im Juni 2016. Das ist bemerkenswerter Zuwachs. Einen größeren gab es zuletzt im Mai 2014. Neue Arbeitsplätze entstanden vorwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern wie etwa Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdiensten und Call-Centern, im Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Gastgewerbe. Abgebaut wurde Beschäftigung im Baugewerbe und geringfügig in der Zeitarbeit. In der Industrie stagnierte sie über alle Branchen betrachtet.

„Der Herbstaufschwung fällt in diesem Jahr besonders kräftig aus. Die Arbeitslosigkeit ist im September deutlich gesunken. Auch für die kommenden Monate erwarten wir einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und die Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus. Daran wird auch unsere jüngst auf ein Prozent gesenkte Wachstumsprognose für 2017 nichts ändern." So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (29. September) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
  
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