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Trotz Corona: Saar-Arbeitsmarkt 2021 insgesamt robust

Der Saar-Arbeitsmarkt hat auch im Dezember seinen Erholungskurs - entgegen dem saisonüblichen Verlauf – fortgesetzt. Die Arbeitslosigkeit ist erneut, wenn auch nur geringfügig, gesunken. Aktuell sind hierzulande 32.288 Menschen arbeitslos. Das sind 183 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 5.572 weniger als im Dezember 2020. Die Zahl der Arbeitslosen liegt damit am aktuellen Rand deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und nur noch wenig über dem Vor-Corona-Niveau vom Dezember 2019 mit damals 32.996 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote verharrte im Dezember bei 6,1 Prozent (Dezember 2020: 7,1 Prozent). Im Bund blieb die Quote ebenfalls unverändert: 5,1 Prozent (Dezember 2020: 5,9 Prozent).

Im Ranking der Bundesländer zeigt sich aber nach wie vor die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Unverändert weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 2,9 Prozent – das ist praktisch Vollbeschäftigung – beweist, wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 9,9 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung diesmal sehr uneinheitlich. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 4,1 auf 3,9 Prozent und damit erneut leicht stärker als im Bund mit 4,0 auf 3,9 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen dagegen verharrte im Saarland bei 6,3 Prozent und stieg im Bund sogar leicht von 5,6 auf 5,7 Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit stagnierte dagegen der Bund bei 12,0 Prozent, wohingegen die Entwicklung im Saarland erneut besser verlief, die Quote sank von 17,2 auf 16,8 Prozent. Das Gesamtbild verbesserte sich damit etwas zugunsten des Saarlandes: Bei der Jugendarbeitslosigkeit konnte zum Bund aufgeschlossen werden. In den beiden anderen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund aber weiterhin mehr oder weniger deutlich hinterher.

Insgesamt war der Saar-Arbeitsmarkt im Jahr 2021 trotz der andauernden Corona-Pandemie von einer robusten Entwicklung geprägt. Konjunkturelle und strukturelle Probleme in Teilen der Saarindustrie übten zwar weiter Druck auf den Arbeitsmarkt aus und auch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie belasteten die Entwicklung. Dennoch ist die Saar-Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2021 deutlich unter das Niveau des Vorjahres gesunken (36.156 zu 38.364 Arbeitslose, entsprechend -5,8 Prozent). Demzufolge sank auch die Jahres-Quote von 7,2 auf 6,8 Prozent. Deutlich schwächer verlief hingegen die Entwicklung im Bund. Hier sank der Jahresdurchschnitt der Arbeitslosen nur um drei Prozent und die Quote von 5,9 auf 5,7 Prozent.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Oktober (neuere Daten liegen noch nicht vor) an der Saar nur noch leicht gestiegen (+400). Im Vergleich zum Oktober 2020 bleibt die Beschäftigung mit einem Plus von 2.870 Stellen aber weiterhin auf Erholungskurs. Trotz dieser insgesamt positiven Entwicklung bleibt das aktuelle Beschäftigungsniveau mit 394.500 Stellen aber nach wie vor unter dem Vor-Corona-Niveau (Oktober 2019: 396.725). Zudem verläuft der Beschäftigungsaufbau im Bund (+1,5 Prozent) und in den meisten anderen Bundesländern erheblich kräftiger. Denn an der Saar beträgt der Zuwachs nur 0,7 Prozent und deshalb belegt das Saarland im Bundesländervergleich auch unverändert nur den vorletzten Platz (zusammen mit Sachsen und Sachsen-Anhalt). Schlusslicht bleibt Thüringen mit einem Plus von 0,5 Prozent. Obwohl es für ein abschließendes Fazit wegen der zeitlich erheblich nachhinkenden statistischen Berichterstattung noch zu früh ist, zeichnet sich für das Gesamtjahr 2021 schon jetzt ein durchschnittlicher Zuwachs von bestenfalls 1.000 Beschäftigungsverhältnissen an der Saar ab.

„2021 war insgesamt gesehen ein relativ gutes Jahr für den Saar-Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit konnte im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um über 2.000 Personen abgebaut werden. Die Quote lag auf das Jahr gerechnet wieder unter sieben Prozent. Grundsätzlich bleiben wir auch für 2022 optimistisch und erwarten eine Fortsetzung des Erholungskurses. Ob und wie schnell jedoch das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht wird, hängt maßgeblich von der Saarindustrie als Motor für Wachstum und Beschäftigung ab. Gerade mit Blick auf die strukturelle Transformation im Fahrzeugbau und in der Stahlindustrie sowie bei der Umsetzung der Klimaschutzanforderungen erwarten wir von der Politik mehr Unterstützung für die Unternehmen. Unabdingbar ist darüber hinaus eine Senkung der Standortkosten, insbesondere der nationalen Strom- und Energiesteuern, als wichtige Voraussetzung für den Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (4. Januar) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.


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