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Arbeitslosigkeit im Juli weiter gestiegen

Der erneute Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli hat im Wesentlichen zwei Gründe. Eine saisonale Komponente, die jedes Jahr um diese Zeit zu beobachten ist, wenn junge Menschen ihre Schule oder Berufsausbildung beendet haben und nun eine Anschlussbeschäftigung oder einen Ausbildungsplatz suchen. Hinzukommt erneut der Sondereffekt, dass ukrainische Flüchtlinge in die Betreuung der Jobcenter wechseln und damit Eingang in die Statistik finden. Beides ist nicht als Signal für eine Trendwende in der bislang so robusten Entwicklung des saarländischen Arbeitsmarktes zu werten. Was jedoch mit Blick auf die kommenden Monate zur Sorge Anlass gibt, sind neben den nach wie vor spürbaren Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die hinzugekommenen Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die industriellen Lieferketten und insbesondere auf die Gasversorgung. Hier drohen Gefahren für die Wirtschaft, die anders als bei der Corona-Pandemie schneller auf den Arbeitsmarkt durchschlagen könnten.

Aktuell sind hierzulande 33.035 Personen arbeitslos. Das sind 1.381 Arbeitslose mehr als im Juni aber immer noch rund 2.700 weniger als noch im Juli 2021. Die Zahl der Arbeitslosen liegt damit am aktuellen Rand deutlich unter dem Vorjahreswert und auch unter dem Vor-Corona-Niveau vom Juli 2019 mit damals 34.145 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote stieg an der Saar auf aktuell 6,3 Prozent. Im Juli 2021 betrug sie noch 6,7 Prozent. Auch im Bund ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. Die Quote erhöhte sich auf 5,4 Prozent. Im Juli 2021 betrug sie 5,6 Prozent.

Im Ranking der Bundesländer zeigt sich nach wie vor die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Und sie nimmt sogar wieder zu. Gegenwärtig weisen nur noch fünf Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,2 Prozent beweist, wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 10,3 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung erneut mehr oder weniger gleichgerichtet. So stieg die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland von 4,1 auf 4,6 Prozent und im Bund von 4,2 auf 4,8 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen erhöhte sich im Saarland von 6,1 auf 6,3 Prozent. Im Bund verharrte sie bei 5,6 Prozent. Bei der Ausländerarbeitslosigkeit stieg die Quote hierzulande von 16,8 auf 18,1 Prozent und im Bund von 13,3 auf 14,4 Prozent. Das Gesamtbild veränderte sich damit nicht. Bis auf den Bereich der Jugendarbeitslosigkeit hinkt das Saarland dem Bund in den anderen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes weiterhin mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an der Saar ist im Mai 2022 (neuere Daten liegen noch nicht vor) leicht gestiegen (+400). Das entspricht durchaus dem üblichen jahreszeitlichen Verlauf. Im Vergleich zum Mai 2021 hält der Erholungskurs der Beschäftigung mit einem Plus von 4.032 Stellen weiterhin an. Allerdings liegt das aktuelle Beschäftigungsniveau mit 392.100 Stellen wieder knapp unter dem Vor-Corona-Niveau (Mai 2019: 392.488). Aufs Jahr gesehen verläuft die Beschäftigungsentwicklung im Bund (plus zwei Prozent) und in den meisten anderen Bundesländern nach wie vor erheblich besser. Denn an der Saar beträgt der Zuwachs nur plus ein Prozent und deshalb belegt das Saarland im aktuellen Ländervergleich auch nur den drittletzten Platz. Schlechter verläuft die Entwicklung nur noch in Thüringen und in Sachsen-Anhalt.


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