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 Motiv: © DOC RABE Media - Fotolia.com

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29.06.2018

Arbeitsmarkt weiterhin auf Rekordkurs

Verstärkte Anstrengungen zur Fachkräftesicherung erforderlich


Die gedämpfte Konjunktur zeigt noch keine Auswirkungen auf den saarländischen Arbeitsmarkt. Im Gegenteil, die Arbeitslosigkeit sinkt nach wie vor und die Beschäftigung steigt weiter. Im Juni waren im Saarland nur noch rund 31.900 Menschen arbeitslos. Das bisherige Rekordtief vom November 2011 mit gut 31.500 Arbeitslosen ist damit schon fast erreicht. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt an der Saar aber weiterhin bei sechs Prozent (Bund: fünf Prozent). Insgesamt also eine durchaus erfreuliche Entwicklung, die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es in einigen anderen Bundesländern aktuell noch besser läuft. Im Ranking der Bundesländer belegt das Saarland deshalb unverändert den neunten Platz – inzwischen eingeholt von Brandenburg. Spitzenreiter ist weiterhin Bayern mit einer Quote von 2,7 Prozent – das ist faktisch Vollbeschäftigung. Schlusslicht bleibt mit weitem Abstand Bremen mit 9,7 Prozent.

Gegen den allgemeinen Trend ist die Jugendarbeitslosigkeit an der Saar im Juni gestiegen. Das ist aber auf das Ende des Ausbildungsjahres zurückzuführen und daher nur eine vorübergehende Erscheinung. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen stieg an der Saar auf 5,2 Prozent. Im Bund liegt sie hingegen unverändert bei 4,3 Prozent. Damit liegt das Saarland zurzeit wieder deutlich über dem Bundesschnitt. Bei der Arbeitslosigkeit älterer Menschen ist im Saarland wie auch im Bund gegenwärtig kaum Bewegung feststellbar. An der Saar beträgt die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen nach wie vor 5,7 Prozent, im Bund jetzt 5,5 Prozent. Am deutlichsten hinkt das Saarland dem Bund jedoch bei der Ausländerarbeitslosigkeit hinterher. An der Saar liegt deren Quote bei 18,8 Prozent, im Bund nur bei 12,2 Prozent.

Im April (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung im Vergleich zum Vormonat weiter gestiegen. Das Ausmaß des Anstiegs entsprach dabei dem jahreszeitlich üblichen Verlauf. Im Saarland betrug er +0,2 Prozent, im Bund +0,3 Prozent. Im Vorjahresvergleich - also gegenüber April 2017 - sieht es insgesamt erheblich besser aus. Allerdings hat der Bund dabei nach wie vor die Nase deutlich vorne. Deutschlandweit fällt der Beschäftigungszuwachs mit einem Plus von 2,4 Prozent um einiges kräftiger aus als im Saarland, das nur auf +1,6 Prozent kommt und damit unverändert den drittletzten Platz im Ländervergleich belegt. Mit 389.400 Beschäftigten waren an der Saar damit aber 6.100 Menschen mehr in Arbeit als noch im April 2017. Neue Arbeitsplätze entstanden vorwiegend im Handel, im Sozialwesen und bei den sonstigen Dienstleistungen sowie in der Zeitarbeit. Die Finanzdienstleister haben hingegen erneut Beschäftigung abgebaut. Rückläufig war die Beschäftigung auch im Bauwesen. In der Industrie stagniert sie weiterhin.

„Der saarländische Arbeitsmarkt ist weiterhin auf Rekordkurs. Mit unter 32.000 Arbeitslosen im Juni ist inzwischen die Bestmarke vom November 2011 in Reichweite – und dies trotz der Tatsache, dass die Saar-Konjunktur einen Gang zurück geschaltet hat. Für die kommenden Monate erwarten wir einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und eine Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus. Wir halten daher an unserer Jahresprognose von 3.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und einer Absenkung der Arbeitslosenquote auf unter sechs Prozent fest. Allerdings wird es für viele Betriebe trotz kreativer Ideen und zahlreicher innovativen Maßnahmen immer schwieriger, geeignete Fachkräfte und Auszubildende zu finden. Diese Herausforderung zu meistern, ist eine der ganz zentralen Aufgaben der nächsten Jahre.“ So kommentierte IHK-Geschäftsführer Dr. Carsten Meier die heute (29. Juni) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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