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 Motiv: ©lily - Fotolia.com

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31.03.2017

Einsetzende Frühjahrsbelebung beflügelt den Saar-Arbeitsmarkt


Am Ende des ersten Quartals des neuen Jahres ist die Arbeitslosigkeit an der Saar deutlich gesunken. Die Frühjahrsbelebung fällt diesmal am Arbeitsmarkt besonders kräftig aus. Einen vergleichbaren Rückgang gab es in einem März zuletzt vor fünf Jahren, also 2012. Aktuell sind an der Saar rund 36.000 Menschen arbeitslos - fast 900 Personen weniger als noch im Februar.

Im Saarland sank die Arbeitslosenquote auf sieben Prozent nach 7,2 Prozent im Februar. Im Bund war der Rückgang sogar noch geringfügig stärker. Die Quote liegt jetzt bei sechs Prozent, nach 6,3 Prozent. An der Saar ist die Arbeitslosigkeit damit zum siebten Mal in Folge unter das Niveau des Vorjahresmonats gesunken. Auch im Bund ist weiterhin eine kontinuierliche Abnahme der Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich feststellbar - dies sogar bereits seit Januar 2014. Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland weiter auf dem achten Platz - jetzt wieder vor Hamburg, das um einen Platz abgerutscht ist.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit konnte das Saarland wieder etwas Boden gutmachen. Im März sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen an der Saar auf 5,5 Prozent. Sie lag damit zwar weiterhin deutlich unter dem allgemeinen Durchschnitt, nach wie vor aber auch über dem Bundesniveau (5,3 Prozent). Der Abstand hat sich gegenüber Februar jedoch leicht verringert. Bei den älteren Arbeitslosen hat das Saarland dagegen unverändert die Nase vorn - aber nur noch knapp. Die Quote der 55 bis 65-Jährigen sank im März an der Saar auf 6,6 Prozent und im Bund auf 6,7 Prozent. Der Abstand hat sich etwas verringert.

Im Januar (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung auf breiter Front gesunken, was für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich ist. Im Bund fiel der Rückgang am aktuellen Rand diesmal sogar etwas stärker als an der Saar (-0,4 Prozent gegenüber -0,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich schneidet das Saarland aber weiterhin deutlich schlechter als der Bund ab. Während Deutschland insgesamt mit einem Plus von 2,4 Prozent nach wie vor einen kräftigen Beschäftigungszuwachs verbuchen kann, kommt das Saarland im Vergleich zum Vorjahresmonat auf gerade einmal +1,4 Prozent. Damit bleibt es auch auf dem letzten Platz im Ländervergleich - jetzt allerdings zusammen mit Thüringen, das zum Jahresende noch vor dem Saarland lag. An der Saar waren im Januar mit 381.900 Beschäftigten 700 Menschen weniger in Arbeit als noch im letzten Dezember, aber 5.400 mehr als noch im Januar 2016. Neue Arbeitsplätze entstanden an der Saar vorwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen, in der öffentlichen Verwaltung, bei Erziehung und Unterricht und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern wie etwa Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdiensten und Call-Centern sowie im Gastgewerbe. Abgebaut wurde Beschäftigung in der Zeitarbeit, in der Industrie und bei den Finanzdienstleistern.

„Die anziehende Konjunktur wirkt sich erwartungsgemäß positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung dieser freundlichen Tendenz, sofern sich die Stabilisierung im Euroraum fortsetzt und die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten nicht weiter zunehmen. Wichtig für das Saarland bleibt die Überwindung der Investitionsschwäche, damit der Arbeitsmarkt auch Rückenwind von der Binnenkonjunktur erhält. Deshalb kommt es jetzt darauf an, rasch die Voraussetzungen für mehr Investitionen auf Landes- und Kommunalebene zu schaffen." So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (31. März) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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