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 Motiv: © DOC RABE Media - Fotolia.com

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Kennzahl: 17.13164
31.05.2017

Fachkräfte werden knapp


Die Arbeitslosigkeit ist im Mai abermals deutlich gesunken. Die gute Konjunktur beflügelt den Arbeitsmarkt und sollte daher auch in den kommenden Monaten zu weiter sinkender Arbeitslosigkeit und steigender Beschäftigung führen. Im Saarland und im Bund sanken die Arbeitslosenquoten und liegen jetzt bei 6,5 bzw. 5,6 Prozent. Aktuell sind an der Saar rund 34.100 Menschen arbeitslos - gut 1.150 Personen weniger als noch im April. Auch im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit weiter gesunken - an der Saar um mehr als 3.200 Personen. Dies war bereits der neunte Rückgang in Folge. Im Bund ist dieser positive Entwicklungstrend aber sogar bereits seit Januar 2014 feststellbar. Im Ranking der Bundesländer liegt das Saarland weiter auf dem achten Platz.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit konnte das Saarland im Vergleich zum Bund den Abstand diesmal nicht verringern. Im Mai sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen an der Saar auf 4,9 Prozent. Der Bund hat mit einer Quote von 4,8 Prozent nur knapp die Nase vorn. Bei den älteren Arbeitslosen ist die Situation umgekehrt. Hier liegt das Saarland unverändert vor dem Bund. Die Quote der 55 bis 65-Jährigen sank im Mai an der Saar auf 6,1 Prozent und im Bund auf 6,2 Prozent.

Im März (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) ist die Beschäftigung im Saarland nahezu im Gleichschritt mit dem Bund gestiegen (Saar: +0,4 Prozent, Bund: +0,5 Prozent). Der Vorjahresvergleich fällt jedoch unverändert deutlich zu Gunsten der Entwicklung im Bund aus. Während Deutschland hier insgesamt mit einem Plus von 2,4 Prozent nach wie vor einen kräftigen Beschäftigungszuwachs verbuchen kann, kommt das Saarland auf gerade einmal +1,3 Prozent. Schlusslichter im Ländervergleich sind aber inzwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen mit jeweils +1,2 Prozent. An der Saar waren im März mit 383.200 Beschäftigten 1.400 Menschen mehr in Arbeit als noch im Februar und 5.100 mehr als noch im März 2016. Neue Arbeitsplätze entstanden an der Saar vorwiegend im Gesundheits- und Sozialwesen, bei Erziehung und Unterricht und den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern wie etwa Hausmeisterservices, Wach- und Sicherheitsdiensten und Call-Centern. Abgebaut wurde Beschäftigung in der Zeitarbeit und in der Industrie.

„Der Arbeitsmarkt schwimmt im Kielwasser der guten Konjunktur. Wenn diese im Jahresverlauf noch stärker an Fahrt gewinnt, wird auch die Arbeitslosigkeit weiter sinken und die Beschäftigung neue Rekordhöhen erreichen. Voraussetzung dafür ist aber, dass den Unternehmen ausreichend Fachkräfte zu Verfügung stehen. Bereits heute wird die Besetzung offener Stellen mehr und mehr zu einem Geschäftsrisiko, weil Aufträge nicht mehr abgearbeitet und Investitionen in neue Technologien nicht durchgeführt werden können. Es ist daher das Gebot der Stunde, alle verfügbaren Potenziale zu heben." So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die heute (31. Mai) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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