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Beginnende Frühjahrsbelebung auf dem Saar-Arbeitsmarkt

Jetzt die Weichen für die Zeit nach Corona stellen!
Im März ist die Arbeitslosigkeit an der Saar erneut leicht gesunken. Das ist der saisonübliche Verlauf und signalisiert den Beginn der Frühjahrsbelebung. Zugleich belegt diese Entwicklung die Robustheit des saarländischen Arbeitsmarktes bzgl. der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach wie vor setzten die Betriebe auf Kurzarbeit, um ihre wertvollen Fachkräfte zu halten. Die Risiken für die weitere Arbeitsmarktentwicklung bleiben jedoch unabhängig von Corona bestehen, da die strukturellen Herausforderungen in Teilen der Saarindustrie unverändert andauern. Aktuell sind an der Saar 38.718 Menschen arbeitslos. Das sind 778 Personen weniger als im Vormonat aber 4.336 Arbeitslose mehr als im März 2020 (+12,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote verringerte sich an der Saar von 7,4 auf jetzt 7,2 Prozent. Im März 2020 betrug sie noch 6,4 Prozent. Im Bund sank die Quote von 6,3 auf 6,2 Prozent (März 2020: 5,1 Prozent). Trotz der aktuell positiven Entwicklung zeigt sich im Ranking der Bundesländer unverändert die relative Schwäche des Saar-Arbeitsmarktes. Nach wie vor weisen nur noch sechs Länder eine höhere Arbeitslosenquote auf als das Saarland. Ein Blick auf den Spitzenreiter Bayern mit seiner Quote von 3,9 Prozent beweist wie groß der Rückstand inzwischen ist. Schlusslicht im aktuellen Ländervergleich bleibt weiterhin Bremen mit 11,3 Prozent.

In den einzelnen Teilsegmenten des Arbeitsmarktes verlief die Entwicklung an der Saar und im Bund diesmal einheitlich. So sank die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen im Saarland leicht von 5,9 auf 5,8 Prozent, im Bund von 5,6 auf 5,4 Prozent. Die Quote der 55 bis unter 65-Jährigen sank hierzulande geringfügig von 7,1 auf sieben Prozent, deutschlandweit von 6,7 auf 6,6 Prozent. Etwas abgenommen hat auch die Ausländerarbeitslosigkeit. Im Bund von 15,2 auf 15,0 Prozent, im Saarland von 21,5 auf 21,2 Prozent. Am Gesamtbild ändert sich letztlich aber nichts: In allen drei Teilsegmenten des Arbeitsmarktes hinkt das Saarland dem Bund mehr oder weniger deutlich hinterher.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an der Saar ist im Januar (neuere Daten liegen noch nicht vor) weiter gesunken. Das ist inzwischen der elfte Rückgang in Folge. Und obwohl die 386.500 Arbeitsplätze immer noch ein hohes Beschäftigungsniveau darstellen, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat doch einen deutlichen Beschäftigungsrückgang hierzulande an. Gegenüber Januar 2020 beträgt er immerhin -1,5 Prozent oder -5.695 Stellen. Damit liegt das Saarland im Ländervergleich mit Abstand auf dem letzten Platz. Der Bundesdurchschnitt liegt dagegen bei nur -0,3 Prozent. Insgesamt ist damit im Jahresdurchschnitt 2020 ein Verlust von gut 4.000 Beschäftigungsverhältnissen an der Saar zu verzeichnen.

„Der Saararbeitsmarkt zeigt sich zu Beginn des Frühlings nach wie vor in robuster Verfassung. Rückenwind erhält er insbesondere durch die anziehende Konjunktur. Darüber hinaus nutzen zahlreiche Betriebe weiterhin die Kurzarbeit als Brücke über das Corona-Tal. Doch die Risiken bleiben unverändert bestehen. Das liegt zum einen an der unklaren Entwicklung des Infektionsgeschehens und möglicher politischer Reaktionen darauf, zum anderen an den fortwährenden strukturellen Herausforderungen in Teilen der Saarindustrie. Wichtig wäre deshalb die konsequente Umsetzung der von der Landesregierung angekündigten Öffnungsstrategie sowie eine Agenda für mehr Wachstum für die Zeit nach Corona. Letztere sollte zusätzliche private Investitionen stimulieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken. Davon würde auch der Saar-Arbeitsmarkt profitieren.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (31. März) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.

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